Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört

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SunnyLove

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Re: Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört
« Antwort #5 am: September 04, 2009, 14:50:31 Nachmittag »
Hallo liebe Gertrud,

 wie JenneBucker schrieb, Carelli ist momentan weniger im Forum, doch in ein paar Wochen sieht dieses wieder ganz anders aus :laugh: und Carelli wird Dir bestimmt gerne antworten...doch war Carelli nicht stationär in Bochum...

Liebste Grüße an Dich
von Sunny

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jennebucker

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Re: Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört
« Antwort #4 am: September 04, 2009, 14:47:17 Nachmittag »
Hallo Gertrud1,

Carelli kann Dir zur Zeit nicht antworten, da sie nicht so oft hier on sein kann.
Aber wenn sie hier rein schaut, dann gibt sie bestimmt eine Antwort.

lg jennebucker

Re: Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört
« Antwort #3 am: September 04, 2009, 09:55:27 Vormittag »
Hallo Carelli,

Bist du in der Schmerzambulanz im Bergmannsheil in Bochum gewesen?

Ich war auch Patient dort. Mich würden deine dort gemachten Erfahrungen sehr interessieren!!!

Sei lieb gegrüßt von
Gertrud :azn:


Re: Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört
« Antwort #2 am: Juli 12, 2009, 14:14:12 Nachmittag »
hi jacky,


bei diesem bochumer spezialisten der mit der technik arbeitetn war ich auch:D

glg elli

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Jacky

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Diagnostik ist, wenn der Arzt zuhört
« Antwort #1 am: April 10, 2009, 11:11:33 Vormittag »
aus: "NOVA" 1/2009 - Magazin der Deutschen Schmerzliga

Schmerzpatienten mangelt es oft an Vielem: an Verständnis, an Unterstützung oder an einer guten Therapie. Keinen Mangel haben sie hingegen an Röntgenaufnahmen, Laborbefunden, dicken Krankenakten sowie Arztbriefen, in denen ein Mediziner seinem "lieben Kollegen" für die Überweisung dankt und seine Untersuchungsbefunde mitteilt.

Wenn solche Patienten erstmals einen Schmerztherapeuten konsultieren, muss dieser sich zunächst durch die Papier- und Bilderberge sowie durch einen ausführlichen Schmerzfragebogen durcharbeiten, den Patienten vor dem ersten Gespräch ausfüllen müssen.

Die moderne Schmerzdiagnostik ist einerseits simpel - weil sie meistens ohne große Apparate auskommt. Andererseits ist sie schwierig, weil man Schmerz nicht wie Blutdruck objektiv messen oder durch eine Blutuntersuchung nachweisen kann. Darum ist die Schmerzmedizin eine sprechende und vor allem eine zuhörende Medizin. Am Anfang steht das ausgiebige Gespräch und die Auswertung von Schmerzfragebogen und Schmerztagebuch. Solche Dokumente, auch ein kurz QST genanntes Programm zur Analyse von Nervenschmerzen, werden inzwischen auch mit Computerhilfe ausgewertet. Es geht um die Dauer, die Qualität und die Intensität des Schmerzes, gemessen mit einer Schmerzskala, die von 0 (= kein Schmerz) bis 10 (= maximal vorstellbarer Schmerz) reicht. Wie lebt, arbeitet, schläft ein Patient? Wie sieht das familiäre und soziale Umfeld aus? Eine gründliche körperliche Untersuchung kommt hinzu - Schmerz hat biologische, psychologische und soziale Dimensionen, die eng miteinander verwoben sind und darum alle erfasst werden müssen.

Zwar können Forscher heute mit bildgebenden Verfahren jene Gebiete im Gehirn untersuchen, in denen Schmerz verarbeitet wird. Doch für die Diagnostik sind solche Methoden noch nicht geeignet. Dennoch ist moderne Technik wichtig: Einfach und effizient ist etwa ein neues Verfahren, das Bochumer Schmerzforscher zur besseren Diagnostik des chronisch-regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) entwickelt haten: Unter Alltagsbedingungen wird die Hauttemperatur gemessen, um die komplizierte Erkrankung sicher zu diagnostizieren und von anderen Schmerzformen zu unterscheiden.

Stärke entspringt nicht aus physischer Kraft, sondern aus einem unbeugsamen Willen.