Seltsame Studie

  • 16 Antworten
  • 14436 Aufrufe
*

Michaela

  • Angehörige
  • *****
  • 1.367
  • Ein Coonie namens "Angel"
Stellungnahme "Seltsame Studie"
« Antwort #17 am: Februar 23, 2010, 15:24:59 Nachmittag »
Damit hier nicht einseitig über eine Studie gesprochen wird, bzw. es wurde im Thema dann auch abschweifend, verallgemeinernd was Studien betrifft diskutiert, so haben wir uns sehr darüber gefreut - hier eine persönliche Stellungnahme der Verfasserin der Studie (Frau Antje Preibisch - Diplom-Psychologin) erhalten zu haben. Wenn man sich Zeit nimmt und nochmals liest, stellt die Studie eigentlich eine Chance dar - nicht mehr in den Psycherl-Kreis geschoben zu werden.

Nachdem auch der Link zur Studie nicht mehr funktioniert, hier ein Aktueller zu einer Zusammenfassung:
http://www-cgi.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Psychologie/Lukesch/?page=front/module&dafp=forschung/abschlussarbeiten/work&id=251&f=2&id_m0=3&id_m1=4

Nachfolgend nun die Stellungnahme von Frau Preibisch:


Sehr geehrte Forum-Nutzer,

ich habe vor wenigen Tagen (Februar 2010) an dieser Stelle per Zufall eine Diskussion über eine Studie von mir unter dem Forumsbeitrag "Seltsame Studie" entdeckt. Mir lag sehr am Herzen, den Benutzern des Forums zu antworten und ein offensichtlich vorliegendes Missverständnis, welches wohl zu viel Ärger und Unmut geführt hat, aufzuklären. Leider war mir das zunächst nicht möglich, weil das Forum inzwischen geschlossen war. Ich versuchte es daher per Kontaktaufnahme mit der Administratorin des Portals Frau Schoenhoff, die mir freundlicherweise ermöglicht hat, meine Stellungnahme noch unterzubringen.

Anliegen meiner Studie mit dem Titel "Psychosoziale Faktoren bei Chronischen Regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) - Morbus Sudeck" war es, mit dem Vorurteil, CRPS-PatientInnen seien "neurotische Psycherl" und die Entstehung der Erkrankung auf deren "abnorme Persönlichkeit" zurückzuführen, aufzuräumen. Ergebnis meiner Studie war dann auch tatsächlich, dass sich CRPS-PatientInnen in den von mir untersuchten Persönlichkeitsmerkmalen n i c h t von PatientInnen unterschieden, welche trotz ähnlicher Verletzungen keinen "Sudeck" entwickelt hatten. Das heißt: CPRS-PatientInnen waren im Ergebnis meiner Untersuchung genauso "normal neurotisch" (und ein bisschen ist das ja wohl jeder) wie alle anderen. Auffällig war lediglich eine leichte Häufung so genannter kritischer Lebensereignisse (z. B. Trennungen, Trauerfälle) im Vorfeld des auslösenden Unfallereignisses bei den von CRPS betroffenen PatientInnen, was aber mit Sicherheit keine Erklärung dieser schwerwiegenden Komplikation bietet. Ergebnis meiner Untersuchung war also: Es gibt k e i n e "Sudeck-Persönlichkeit"!!! Die in der Literatur diskutierten Typ-A- und Typ-B-Persönlichkeiten tauchten in beiden PatientInnengruppen und zufällig sogar zahlenmäßig zu genau gleichen Anteilen auf.

Nun gehört es zum guten Ton wissenschaftlicher Untersuchungen, die Ergebnisse eigener Studien kritisch zu diskutieren und zu weiterer Forschung anzuregen, weshalb ich am Ende der Zusammenfassung erwähnt habe, dass die Art und Weise, wie Einzelne ihre Krankheit bewältigen, wie sie damit umgehen und ob sie z. B. eher passive Heilungserwartungen an Ärzte und Therapeuten haben oder auch selbst (aktiv zu deren Besserung beitragen, z. B. durch eigenständiges Anwenden vermittelter Übungen, einen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben könnte (im Fachjargon spricht man von Kontrollüberzeugungen das Krankheitscoping betreffend). Diese Hypothese sollte weitere Forscher zu Studien im Bereich chronischer Schmerzsyndrome mit dem Ziel motivieren, PatientInnen in Zukunft noch mehr und bessere "Werkzeuge" im Umgang mit ihrer Erkrankung vermitteln zu können und ihnen aufzuzeigen, was sie selbst aktiv zur Linderung ihrer Beschwerden beitragen könnten. Informierte und aktive PatientInnen sind meiner Erfahrung nach deutlich unabhängiger von ÄrztInnen oder Medikamenten und ungefährdeter, teuren "Gurus" auf den Leim zu gehen.

Nicht nur um meiner Person willen - die ja im Forum gelinde gesagt nicht all zu gut "weg kommt" - ist mir diese Stellungnahme eine Herzensangelegenheit. Nach Lesen der Beiträge im Forum hatte ich große Sorge, dass durch die Inhalte Mitarbeiter der Schmerzambulanz am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg und der Universität Regensburg in ein übles Licht geraten könnten. Das fände ich unendlich schade, da ich das Team der Schmerzambulanz (zum Zeitpunkt meiner Studie geleitet von Herrn Dr. Hanshans) als überaus engagiert und verständnisvoll im Umgang mit all ihren SchmerzpatientInnen - nicht nur CRPS-PatientInnen leiden unter Vorurteilen - und meine Betreuer vom Lehrstuhl der Pädagogischen Psychologie an der Universität Regensburg (besonderer Dank an Herrn Prof. Lukesch) als sehr neugierig und offen einer seltenen Erkrankung gegenüber erlebt habe. Darüber hinaus fürchtete ich, das die PatientInnen, die sich freundlicherweise für meine Untersuchung zur Verfügung gestellt haben, nun von mir denken müssten, ich hätte sie nur benutzt und ausgetrickst, um hinter ihrem Rücken nachzuweisen, wie "verrückt" sie sind. Derartige Hinterhältigkeit ist mir fremd und weise ich entschieden von mir! Dass es scheinbar noch immer ärztliche und psychologische KollegInnen gibt, die Fehlmeinungen gegenüber CRPS-PatientInnen vertreten, bedaure ich sehr. Hierfür schäme ich mich stellvertretend. An dieser Stelle kann ich die Verletztheit der betroffenen Forumsbesucher, deren Ärger und Sensibilität das Thema "CRPS und Psyche" betreffend und den dadurch "härteren" Tonfall der Forumsbeiträge nachvollziehen.

Distanzieren möchte ich mich dennoch ausdrücklich davon, dass die zitierte Zusammenfassung meiner Studie von mir abgeschrieben wurde. Außerdem war die Studie als Teil meiner Diplomarbeit keine Auftragsarbeit eines Pharmaunternehmens (der Eindruck könnte anhand der Beiträge entstehen), sondern Idee einer Fallkonferenz in der Schmerzambulanz des KKH der Barmherzigen Brüder in Regensburg mit dem Ziel eine Untersuchung f ü r betroffene PatientInnen, nicht gegen diese, zu starten. Untersucht wurden außerdem insgesamt 80 PatientInnen (40 CRPS-PatientInnen wurden mit 40 PatientInnen vergleichbaren Alters, Geschlechts, Bildungsniveau und Verletzungstypus gematcht, beide Gruppen dann statistisch verglichen) und nicht etwa nur 12 - dies wäre statistisch gesehen tatsächlich fragwürdig und mag man sich auch uneinig über Thema und Sinn meiner Arbeit bleiben, dann ist es mir zumindest wichtig zu sagen, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen wissenschaftlich korrekt gearbeitet habe - immerhin habe ich der Studie etwa ein Jahr intensiver Arbeit gewidmet und da verletzt es mich bei aller Bereitschaft zu kritischen Diskussionen von meiner Seite schon sehr, wenn das Ganze als "Schwachsinn" betitelt wird.

Trotzdem möchte ich nicht versäumen, allen von CRPS betroffenen PatientInnen gute Besserung, engagierte, sich regelmäßig auf den "neuesten Stand" bringende und vor allem auch verständnisvolle ÄrztInnen und TherapeutInnen zu wünschen.


Mit freundlichen Grüßen


Antje Preibisch
Diplom-Psychologin


Es gibt nur zwei Dinge, die unendlich sind:
Das Universum und die menschliche Dummheit.
Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin.
Albert Einstein

Re: Seltsame Studie
« Antwort #16 am: September 14, 2009, 09:28:30 Vormittag »
Hallo Sunny,

du musst dich nicht nur fragen warum diese fragwürdigen Studien immer wieder in Erinnerung gebracht werden sondern  - noch wichtiger - wer diese Studien ins Leben (zurück) ruft und Unterstützt!!!!

Wenn viele Erkrankungen doch psychischer Natur und Ursprungs sind haben die Patienten doch eher ganz andere Probleme als durch den Unfall entstandene!

Das Ganze ist eine reine Kosten - Nutzen -Rechnung!

Lieber ein paar Ärzte bezahlen die Bücher über Unfallschäden und Folgen schreiben und Zusammenhänge negieren - als vielen Unfallopfern Schäden zuerkennen und für diese Zahlen müssen.....
Die Tatsache das viele der Bücher, auf die sich in Gutachter berufen wird,von BG- und Versicherungstreuen Ärzten geschrieben wurden, ist doch schon auffällig genug - nur wissen die meisten nicht um wen es sich handelt wenn sich z.B. auf 'Schöneberger und &' berufen wird......

Denk mal darüber nach.....

Gruß
Gertrud  :smiley:
« Letzte Änderung: September 14, 2009, 09:32:33 Vormittag von gertrud1 »

Re: Seltsame Studie
« Antwort #15 am: September 13, 2009, 19:28:54 Nachmittag »
Eine Pharmafirma, nennen wir sie M, was der Wahrheit sehr nahe kommt :grin:,
hatte auf eines ihrer Medis nur noch ein paar Monate Patentschutz.

Besagtes Medikament wurde in der Apotheke mit einen Abgabepreis in der kleinsten Grösse, von über damals 380,00 EURO per Rezept über den Ladentisch gereicht.

Nun kam besagte Pillenfirma auf den Geistesblitz, einen neuen  Patentschutz für eben dieses Medikament einzuführen.

Der Wirkstoff blieb der gleiche, nur der Füllstoff wurde etwas geändert,
da er etwas bekömmlicher für die Einnehmenden gemacht wurde.

Eine Uni aus dem Süddeutschen Raum wurde zwecks Klinischer "Studien" angeheuert.
Es fehlten nur noch die Studienobjekte. Das war auch nicht so schwer, da die Behandler in der Republik,
eine Kopfprämie für jeden an dieser Studie gemeldeten, infrage kommenden Patienten bekamen.
Das nennt man Inhausstudien! :grin:

Besagte Patienten, (alles Sudecks,) wunderten sich nur, dass Sie auf einmal Post von einer Uniklinik (ist mir bekannt,) Abtl. (ist mir bekannt,)
bekamen. Damit einige nicht sofort ins Grübeln kamen, wg. Datenschutz, Adressensammlung, Offenlegung einer Erkrankung, etc. wurden die Sudecks weiter geködert mit Fahrtkostenerstattung, Hotelübernachtung und man Staune, auf eine Aufwandsentschädigung von 20,00 EURO pro Tag.
Das die Sudecks jetzt, wenn sie ja sagten, die Sprichwörtliche Hose runterliessen, war der Mehrheit nicht bewusst.

Das andere erspare ich mal.

Fazit nach Ende dieser Studie:

Besagte Pharmafirma hat ein neues Inovatives Medikament auf den Markt gebracht.
Dieses Medikament hilft die Gruppe der Erkrankten besser,
hierbei sogar evtl. den CRPS-Erkrankten, wg. der Nähe zu Neuropathien,
besagte Firma bekam wegen der Neuinovation einen neuen Patentschutz.

Kleiner Wehmutstropfen, dass Medikament ist jetzt teurer wegen 2 (zwei) anstatt vorher 1 (eine) Zulassungen.

Und fast alle sind Glücklich.
Die Profs dieser Uni, wg. neuer Einnahmequellen, die Heimatbehandler wg. Tantiemen aus den Praxisstudien,
die Pillenfirma wg. höhere Abgabepreise und die Aktionäre wg. höhere Aktienkurse.

Nur die Patienten nicht so ganz.
Diese dürfen diesen alten Wein in neuen Schläuchen,
durch erhöhte Krankenkassenbeiträge oder als Privatpatient kesch bezahlen.

Der alte Arzt spricht Latein, der junge Englisch,
und der gute Arzt spricht die Sprache der Patienten.

*

SunnyLove

  • *****
  • 5.463
Re: Seltsame Studie
« Antwort #14 am: September 13, 2009, 11:15:33 Vormittag »
Hallo Florian,

ich empfinde es auch als merkwürdig, dass bestimme Studien immer wieder hervorgeholt werden, da es inzwischen auch wirklich ganz andere Studien und Dissertationen zu diesem Thema gibt...

Auch bei meiner erst kürzlich stattgefundene sozialmedizinischen Untersuchung, kannte die mich beurteilende Ärztin das CRPS nicht ( obwohl sie meiner Unterlagen schon eine Weile vorliegen hatte). Ich nenne mit Absicht nicht den Begriff "Sudeck", da dieser Begriff leider in einigen Köpfen noch sehr "psychisch" belastet ist...nach einigen Minuten des Anamnesegespräches begriff diese Ärztin, dass ich einen "Sudeck" habe..."...warum sagen Sie mir dieses nicht gleich?"... :shocked: :shocked: :shocked:

Liebste Grüße
Sunny

Re: Seltsame Studie
« Antwort #13 am: September 13, 2009, 04:26:35 Vormittag »
Mit "Schwachsin" meine ich, dass immer noch diese Studien aus Anno Dunnemal immer wieder auftauchen.

Diese werden auch nicht dadurch besser, dass man Sie immer wieder wiederholt.

Noch einen, oder zwei aus dem Nähkästchen:

Ein Ex-Chefarzt, jetzt im hohen Alter von bald 80 Jahren, aber immer noch Gutachter:

Was glauben Sie denn! Ich habe tausende von Morbus Sudecks in meiner Laufbahn gesehen.

Ich zu ihm: Und waren Sie auch der Verursacher? Was haben Sie dann unternommen?

Auf die Antworten warte ich bis heute.

Ich zu einer Neurologin:

Ich habe CRPS!

Sie zu mir: Was ist das? Mit Abkürzungen kenne ich mich nicht so aus.

Im Laufe des Gesprächs kam sie nicht darüber wech, dass meine Hand/Arm a-typisch für einen Sudeck in ihren
Augen aussehe.
Der alte Arzt spricht Latein, der junge Englisch,
und der gute Arzt spricht die Sprache der Patienten.

*

SunnyLove

  • *****
  • 5.463
Re: Seltsame Studie
« Antwort #12 am: September 11, 2009, 18:22:28 Nachmittag »
Hallo liebe Gertrud,

aus Deinen Worten lese ich, dass Du während Deiner Behandlung in dieser Klinik tief verletzt wurdest, mit u es sehr leid, dass Du diese Erfahrungen machen mußest...und für mich is es sehr gut nachvollziehbar, dass bei Dir Wut und Traurigkeit bei diesem Thema wieder hoch kommen...

Einen Eindruck hast Du mit einem Beispiel über die Behandlung Deiner Zimmermitbewohnerin geschrieben, als ich diesen Beitrag las, mußte ich wirklich auch sehr schlucken...auch weiß ich durch Lesen an anderer Stelle, dass Du noch immer gegen diese "Schublade" kämpfen mußt...weil diese Befunde in Deiner Krankheitsgeschichte "gespeichert" sind...

Hey, einige hier haben, wenn auch nicht so heftig wie Du, auch Erfahrungen mit der psychischen Schublade, deshalb verstehen wir Dich auch sehr gut...

Ich grüße Dich sehr lieb
Sunny :kiss:

Re: Seltsame Studie
« Antwort #11 am: September 11, 2009, 15:25:17 Nachmittag »
Hallo Ihr Zwei,

Das mit der 'Überempfindlichkeit' stimmt bei mir sicher........
Ich merke das mir dieses Thema sehr zusetzt und ich damals in Bochum anscheinend tiefer verletzt wurde als mir heute noch bewußt ist.......
Ich gehe bei dem Thema - egal ob es mich persönlich betrifft oder jemand anderen - wirklich immer gleich in die Luft!
Mag sein das mich in diesen Momenten meine Erlebnisse der letzten Jahre wieder einholen.....
Ich habe in den letzten 7 Jahren halt 'Sachen' erlebt - die kann man schon kaum glauben wenn man sie erlebt hat - wenn ich sie erzählen wurde - hätte das nur ungläubiges Kopfschütteln zur Folge......

Mir gefällt an diesem Forum das ich mich nicht ständig rechtfertigen und erklären muss - hier geht es vielen ähnlich......

Sei ganz lieb gegrüßt von einer nachdenklichen
Gertrud

*

SunnyLove

  • *****
  • 5.463
Re: Seltsame Studie
« Antwort #10 am: September 11, 2009, 14:42:21 Nachmittag »
Hallo liebe Gertrud,

ich empfinde es als schön, dass Du Dich entschuldigen möchtest, doch ist dieses nicht nötig...Du warst nicht unhöflich, geschweige beleidigend. Ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass Deine Haut zu diesem Thema wirklich dünner ist...aus Deinen Worten spüre ich, dass Dir ganz schön zugesetzt wurde...deshalb ist es nur zu verständlich, dass Du bei diesem Thema auch mal die Wut im Bauch spürst...

Ich hatte mit der "psychischen" Schublade zum Glück weniger zu kämpfen. Ausser den befreundeten Chirurgen, die mir sagten, dass meine Krankheit und die fehlende Heilung auf meine Psyche zurückzuführen sei, wurde ich zum Glück nicht mit diesem Thema weiter konfrontiert. Auch hat einer dieser Chirurgen in einem seiner Befundberichte über "meine angstbesetzte Persönlichkeit" geschrieben...doch meine mich behandelnde Schmerzärztin nimmt diese Sätze zum Glück gar nicht ernst, da sie mich persönlich anders erlebt...

Ich grüße Dich sehr lieb
Sunny

*

jennebucker

  • *****
  • 4.567
  • Unser Border-Colly Fino
Re: Seltsame Studie
« Antwort #9 am: September 11, 2009, 12:51:24 Nachmittag »
Hallo Du,

Du warst nicht unhöflich.
Auch ich hätte da bestimmt nochmals nachgefragt.

Das mit dem in die Schublade stecken , das kenne ich wirklich auch nur zugut. Mußte auch ziemlch lange darum kämpfen und seitdem dann ein nicht so guter Absatz im Arztbrief entfernt wurde, seitdem geht es ganz gut und ichwerde auch ernst genommen.

Aber ich denke, das wir immer und immer wieder darum kämpfen müssen und damit werden wir automatisch " "Feinsensibler "".

ganz lg jennebucker

Re: Seltsame Studie
« Antwort #8 am: September 11, 2009, 08:51:51 Vormittag »
Hallo Ihr Zwei,

Ist schon OK!!! :grin:

Ich bin da vielleicht auch ein wenig zu überempfindlich........

Wenn versucht wird einen immer und immer wieder in diese 'Schublade' zu stecken wird die 'Haut' wahrscheinlich dünner.......

Ich wollte nicht unhöflich sein....

Nur begegnet man diesem 'Irrglauben' in der Praxis allzuhäufig!!!

Sei ganz lieb gegrüßt von
Gertrud

*

SunnyLove

  • *****
  • 5.463
Re: Seltsame Studie
« Antwort #7 am: September 10, 2009, 18:41:05 Nachmittag »
Hallo liebe Gertrud,

Du bist bei Florians Beitrag mit großer Wahrscheinlichkeit garantiert nicht mit "Schwachsinn" gemeint gewesen...den ersten Satz von Florian verstehe ich auf das "Wiedererwecken" des Themas der Psyche und CRPS...

Der Beitrag über die Studie, die bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg durchgeführt wurde, ist schon ein wenig älter...das Thema, das psychische Faktoren, die für die Entstehung des CRPS verantwortlich sind, wird zum Glück nicht von den meisten Ärzten und Therapeuten vertreten, die sich wirklich mit dieser Krankheit und deren Pathogenese auseinandersetzen...doch leider, wie schon an anderer Stelle geschrieben, gibt es von bestimmten Personen zu diesem Thema immer wieder mal Veröffentlichungen...

Liebe Grüße
Sunny


*

jennebucker

  • *****
  • 4.567
  • Unser Border-Colly Fino
Re: Seltsame Studie
« Antwort #6 am: September 10, 2009, 16:55:41 Nachmittag »
Hallo Gertrud1,

denke das Florian damit auf den Maier  und Co., aber abendso auf die Pychloginnen gemeint hat.
Denn er mag die genauso wenig wie wir.
So könnte ich es mir vorstellen und ich habe schon meherere Beiträge hier von Florian gelesen und deshalb meine ich das so.

lg jennebucker

Re: Seltsame Studie
« Antwort #5 am: September 10, 2009, 08:22:53 Vormittag »
Hallo Florian,

Wessen Komentar wird hier von dir mit 'Schwachsinn' betitelt?

Wird für mich nicht ganz klar?

Die Studie der Frau Antje Preibisch oder mein Beitrag dazu?

Gruß
Gertrud

Re: Seltsame Studie
« Antwort #4 am: September 10, 2009, 03:46:20 Vormittag »
Eigendlich wollte ich bei so einen Schwachsinn  keinen weiteren Kommentar mehr abgeben, aber :

Bei der guten Dame fehlt der Typ C.
Ich bin bei Studien mit höchstens 12 Probanten immer skeptisch. Ist mit den Studien die aus Asien, China oder Afrika nach uns wabern genauso. Wir sind Europäer und keine Asiaten oder  Afrikaner.

Zur Psyche, was war zuerst da?

Das Huhn?

Oder das Ei?

Ist eigendlich leicht diese Antwort.

Oder noch einen:

Die Meinungsforschungsinstitute fragen Landauf, Landab immer die gleiche Leier:

Was würden sie wählen, wenn am Sonntag die Wahl wäre?

Schon diese eine Frage ist falsch, genauso wie die Antworten darauf.

Am Sonntag ist nämlich keine Wahl.

Also sind die Antworten alle diesbezüglich falsch. 

Zum Glück gibt es noch Psychs, die so einen Quatsch ignorieren.
Der alte Arzt spricht Latein, der junge Englisch,
und der gute Arzt spricht die Sprache der Patienten.

Re: Seltsame Studie
« Antwort #3 am: September 09, 2009, 13:31:17 Nachmittag »
Hallo Florian,

nicht nur Maier und Co freuen sich über solche Veröffentlichungen!!!
Auch die BG'n (arbeitet Maier doch für eine derer Kliniken) den wenn der Patient vorher schon ne' Macke hatte ist der Sudek doch wohl als 'Unfallunabhängig' zu sehen!!!!!
Dann muss für sowas doch auch keine Behandlung mehr gezahlt werden!!!!

'Nett' ist dann höchstens noch die Bitte an den behandelnden Arzt den Patienten zu einem Psychologen zu überweisen und von nun an alles über die KK laufen zu lassen!!!

Klar hat man bei Sudek irgendwann auch Probleme mit der Psyche - aber doch erst nachdem man permanent auf die 'falschen' Ärzte gestoßen ist.......

Gruß
Gertrud

Seltsame Studie
« Antwort #2 am: Dezember 09, 2004, 01:02:16 Vormittag »
Das ganze ist abgeschrieben ( sogar noch mit Fehler :lol:  ) nicht nur von "meinen" Freund Dr. Ruis, der als Urheber im Jahr 1999/2000 dieses Schwachsinns gelten darf.

Die Behandler Zens, Maier, Kügelen, Baron usw. um nur einige der Fachleute hier zu nennen, ( die anderen nichtgenannten, verzeihen mir ihre Nichtnamensnennung :wink: ) freuen sich ungemein über solche Veröffentlichungen.

Die Patienten die vom CRPS betroffen sind, wundern sich dann gelinde um diese Voreingenommenheit ihrer Behandler, falls diese,
diese Studie für bare Münze nehmen.  

Florian
Der alte Arzt spricht Latein, der junge Englisch,
und der gute Arzt spricht die Sprache der Patienten.

*

Silka

  • *****
  • 900
Seltsame Studie
« Antwort #1 am: Oktober 28, 2004, 17:15:48 Nachmittag »
Nachfolgende Zusammenfassung basiert auf einer Studie , die in Rgensburg gelaufen.
Mir stellt sich dabei die Frage. "Was will der Autoruns damit sagen?" Interessant aber ist, dass der Zusammenhang mit derPsyche ja wohl doch nicht so eindeutig ist.
 Gruss Silka
 
Für die ganze Zusammenfassung nachstehenden Link benutzen.

http://rpss23.psychologie.uni-regensburg.de/forschung/arbeiten/work.php3?id=251

Preibisch, Antje (2003). Psychosoziale Faktoren beim Komplexen Regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) - Morbus Sudek.

--------------------------------------------------------------------------------

Zusammenfassung

Das Chronische Regionale Schmerzsyndrom tritt in den meisten Fällen nach einem traumatischen Ereignis im Bereich einer Extremität auf und führt potentiell zu dauerhafter Behinderung. Die Diskrepanz zwischen dem auslösenden oft relativ trivialen Trauma und der nachfolgenden schweren Symptomatik, die u. a. durch starke Schmerzen, ein Anschwellen der Extremität sowie durch Abbauvorgänge an Haut-, Muskel- und Knochengewebe gekennzeichnet ist, hat zu dem Schluss geführt, dass es sich bei betroffenen Patienten um Simulanten, Neurotiker oder um emotional instabile Personen handelt, zumal die Pathogenese des Morbus Sudek bis heute nicht vollständig geklärt ist. In diesem Zusammenhang wird vermutet, dass bestimmte Persönlichkeitseigenschaften ein Individuum für die Entwicklung eines CRPS prädisponieren. Hinsichtlich der Persönlichkeitsstruktur der Sudek-Patienten werden häufig zwei spezifische Persönlichkeitstypen genannt, wobei Typ A als introvertiert, ängstlich und depressiv, Typ B als extrovertiert und übermäßig selbstbewusst charakterisiert wird. Auch auf soziale Aspekte, wie den Einfluss kritischer Life-events im Vorfeld der Erkrankung, wird hingewiesen. Kritiker einer psychischen Prädisposition geben zu bedenken, dass die beobachteten Verhaltens- und Persönlichkeitsänderungen der CRPS-Patienten eine Folge der langandauernden, schmerzvollen Erkrankung und ihrer erheblichen therapeutischen Widerständigkeit sind und nicht deren Ursache. Die Frage, ob Persönlichkeitsveränderungen aus der Erkrankung resultieren oder zu deren Entstehung beitragen, konnte bisher nicht geklärt werden.

Ziel der vorliegenden klinischen Studie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg war, auf dem Hintergrund eines biopsychosozialen Modells der Pathogenese des CRPS zu überprüfen, ob psychosoziale Faktoren ein Risiko bezüglich der Entwicklung eines Morbus Sudek darstellen. .......

Insgesamt konnten die Untersuchungsergebnisse die Annahme eines Zusammenhangs zwischen psychosozialen Faktoren und der Pathogenese eines CRPS – mit Ausnahme des Einflusses kritischer Life-events im Vorfeld der Erkrankung, die ein hohes Maß an Kontrollverlust beinhalten – sowie die Existenz spezifischer Sudek-Persönlichkeitsstrukturen nicht bestätigen. Trotz der Ablehnung eines Persönlichkeitskonzeptes, das „Trait-Merkmale“ als Prädisposition für die Entwicklung eines CRPS versteht, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass die persönliche Verarbeitung der Erkrankung und der Schmerzsituation wahrscheinlich eine wichtige Rolle hinsichtlich der Chronifizierung und der Ausprägung dieses Schmerzsyndroms spielt. ........................
"Seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich." Erich Kästner