Hallo zusammen!
Bin gerade auf folgende Zeilen im Netz gestoßen:
Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben etwa seit Mitte 2007 die Grundprinzipien der Behandlung
mit Schmerzmitteln bei nicht-tumorbedingten chronischen Schmerzzuständen weitreichend
verändert.
Folgende wissenschaftliche Erkenntnisse sollten deshalb bei der Überprüfung der bisherigen Behandlung
mit Schmerzmedikamenten zugrunde gelegt werden:
• Es bestehen keine bedeutsamen Unterschiede in der Wirkung von Opioiden und Nicht-Opioiden.
Dies bedeutet, dass Paracetamol, ASS, Ibuprofen, Diclofenac bei nicht-tumorbedingten Schmerzzuständen
genauso wirksam sind wie retardiertes Tramadol, Tilidin bzw. Morphin, Oxycodon oder
Fentanyl-Pflaster.
• Im Durchschnitt liegt die bei chronischen Schmerzzuständen durch Schmerzmedikamente erreichbare
Schmerzreduktion nur bei 10-15%.
• Die Wirksamkeit von Opioiden ist wissenschaftlich nur über einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten
gesichert. Dass diese Medikamente länger als über einen solchen Zeitraum wirken, ist bisher wissenschaftlich
nicht belegt.
• Je länger ein Opioid gegeben wird, desto größer wird – durch Umbauprozesse im Gehirn – das
Risiko, dass die Schmerzempfindlichkeit steigt! Deshalb ist es besonders wichtig zu überprüfen, ob
die Wirkung eines Opioids eine Einnahme überhaupt noch rechtfertigt.
Aus diesen Gründen sollte im Einzelfall engmaschig überprüft werden (in Abständen von 6 bis maximal
8 Wochen), ob das verordnete Opioid überhaupt noch hinreichend wirkt. Von einer Wirkung wird
ausgegangen, wenn die Schmerzreduktion mindestens 30% beträgt.
Warum hilft z.B. bei meinen Problemchen weder Ibu, Diclo usw.???
